{salted Karamell Cookies}…ein Geständnis und ein süchtig machendes Rezept…

Karamell Cookies Beitragsbild

Wenn ich so darüber nachdenke, bin ich mir ziemlich sicher dass mein Papa die ersten Steine für meine Karamellsucht bereits in meiner frühen Kindheit gelegt hat. Schon damals holten wir uns regelmäßig einen Becher Milcheis mit warmer Karamellsoße vom Fastfood Giganten mit dem goldenen M. Boah, ich kann euch sagen, in dieses Eis könnte ich mich heute noch reinlegen. Wie sollte es also anders kommen, als dass ich heute (ein paar Jährchen später) immer noch total auf das goldene, klebrige, wohlschmeckende, süchtig machende engelsgleiche Zeug stehe.

Karamell Cookies Bild 1

Wie und worin, das ist mir meistens egal. Da bin ich nicht so. Hauptsache Karamell.
Zum Glück findet man heutzutage ja eh fast überall meinen Liebling. In Schokolade, wie gesagt in und auf Eis (kennt ihr übrigens Haägen Dazs – Vanilla Caramel Brownie? Probiert es mal! Oder salted caramel aber Achtung! Suchtgefahr! Sagt danach nicht, ich hätte euch nicht gewarnt!), in und um Bonbons oder wie in meinem Rezept in Cookies. Ihr seht, Karamell ist ein richtiges Chamäleon!

Karamell Cookies Bild 2

Eigentlich sollten diese Cookies eine kleine Aufmerksamkeit zum Geburtstag einer lieben Kollegin werden, die, um es in ihren Worten zu sagen, zarte 24 Jahre alt und somit- ich zitiere: „richtig alt“ geworden ist. He, ich schwöre euch, mir ist schlagartig eine weiße Haarsträhne am Köpfchen aufgeploppt. 24 und alt, Ha! Was soll denn da meinereiner jemand anderes sagen? Vielleicht war das auch der Grund, warum ich den Großteil der Cookies noch warm und auf der Stelle geknuspert habe. Jop, so ziemlich ganz allein. Das war natürlich rein aus einer Stresssituation raus, versteht sich! Also waren es am Schluss zu wenig Cookies um sie zu verschenken.
Tja was soll ich sagen? Die Kollegin bekam ein Fläschchen Sekt, ich die restlichen Kekse und ihr jetzt das Rezept 🙂

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Cookies mit Karamell Kern

ca. 14 Stück

200g glattes Mehl
130g gesalzene Butter, weich
120g brauner Zucker
1 Ei Gr. L
2 TL Weinsteinpulver
14 Stück weiche Karamell Bonbons
etwas Fleur de Sel

Backofen auf 200° vorheizen
Das Ei mit dem Zucker schaumig schlagen, die Butter in Stücken dazugeben und gut durchmixen. Das Mehl mit dem Weinsteinpulver über die Masse sieben und mit einem Teigspatel beimengen. Der Teig sollte nicht mehr an den Fingern kleben bleiben.
Mit einer Küchenwaage 14 Stück mit jeweils ca. 40g abwiegen und ein Karamellbonbon in die Mitte setzen, den Teig rundum verteilen und eine Kugel formen. Mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und leicht flach drücken, mit etwas Fleur de Sel bestreuen und 10-12 Minuten goldig backen. Ich habe pro Blech 7 Cookies gebacken und die restlichen Kugeln währenddessen im Kühlschrank geparkt, also insgesamt 2 Durchgänge. Nach der Backzeit auf einem Kuchengitter leicht auskühlen lassen und noch warm genießen, denn dann ist der Kern aus Karamell noch schön flüssig. Seid beim ablegen etwas vorsichtig, die Cookies sind frisch aus dem Backrohr noch etwas weich. Luftdicht verpackt, halten sich die Kekse auch ein paar Tage.

Kleiner Tipp: Sind die Cookies komplett ausgekühlt und ihr wollt wieder weiches/flüssiges Karamell, legt sie einfach auf einem Teller für ein paar Sekunden in die Microwelle – schmecken wie frisch gebacken, versprochen 🙂

Karamell Cookies Bild 4

Ich wünsche euch noch einen schönen, restlichen Sonntag.

Lasst es euch gut gehen!

Kathi

{Oreo Cakepops}…ein kleiner Besuch in Arendelle…

*Ich bin frei – endlich frei! Und ich fühl mich wie neu geboooohooren…*

Heißt es, glaubt man dem lautstarken Kindergesang der entschlossen aus dem Zimmer des kleinen Fräulein W. ertönt.
Selbiges Fräulein ist wohl der größte >Frozen< Fan auf der großen, weiten Welt – zumindest so weit ich das als Frau vom Fach beurteilen kann. Anna und Elsa zieren mindestens jedes zweite Kleidungsstück und der dusselige Schneemann ist mehrfach als Kuscheltier und Schmusepolster in ihrem Bettchen vertreten. Es stand natürlich außer Frage dass ihr diesjähriger Geburtstag genau unter diesem Motto stand, alles andere kam nicht in die Tüte, oder eher ins Eisschloss! Fr. W., selbsternannte Partydekorateurin und Eventplanerin in Spe, tauchte die hauseigene Partylocation in ein Meer aus Schnee und Eis. Elsa, Anna und Olaf kuckten den Kindern beim Torte naschen zu – Schneeflocken und Eiskristalle hingen von der Decke und verzauberten das zuhause des kleinen Fräuleins in das Königreich Arendelle!

Ich darf anmerken dass Fräulein W. jedes Jahr zu einer Kostüm-Geburtstagsfeier lädt und so kam es dass wir einen Nachmittag lang von kleinen Elsas und Annas umzingelt waren. Die Verkleidung muss sein, da ist sie streng 😉

„Onkel Schätzchen, du kannst der Kristoff sein und die Kurze, die wird der Olaf!“

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Wir feierten nicht nur in einem Eisschloss, wir vernaschten sogar eines! Fr. W. verwöhnte unseren Gaumen mit einer zweistöckigen Torte. Zwischen den 5 Türmen des Palastes räkelten sich die Disneyfiguren und überhaupt glitzerte und funkelte das Törtchen wo es nur ging. Eins hat Fr. W. wahrlich gut erkannt – Glitzer geht immer 🙂

Passend zum Thema gab es von mir noch Cakepops und für jeden kleinen Gast eine Elsa am Stiel.

Einmal muss ich noch kurz ausholen bevor ihr das Rezept für die Kügelchen bekommt – diese sind diesmal nämlich nicht aus Kuchen, sondern ratzfatz aus OREO Keksen gemacht. Noch schneller, geht nur vom Keks abbeißen 😉

Also, Fr. W. bat mich nun, als kleines Give Away für die Kiddies, Cakepops zu machen. Diese sollten allerdings aussehen wie Olaf der Schneemann. Quasi Schneemannkopf am Stiel.
„Klaro, kein Problem!“ antwortete ich damals ohne groß darüber nachzudenken (jugendlicher Leichtsinn und so). Ich wäre nicht Ich, wenn ich einfach den Auftrag wie gewünscht umgesetzt hätte. Neeeein, natürlich nicht. Stundenlang ließ ich mich vom WWW inspirieren und holte mir ausreichend Inputs von Instagram und Pinterest (keine Ahnung wie ich früher überlebte).
Ok. Ideen gesucht und gefunden. Umsetzung klar.
Zumindest in meinem Kopf.

Cakepops 1

Es sollte ein ganzer Olaf werden. Mit Kopf, Bauch, Füßen, Ärmchen und allem was dazu gehört. Ein paar Abende zuvor formte ich also höchst motiviert und voller Tatendrang die kleinen Näschen und Ärmchen und Härchen aus Fondant. Ich färbte und knetete und rollte was das Zeug hielt. Sah gut aus für mich, ziemlich gut sogar.
Aber dann kam der Abend der meine Blase platzen ließ und meine Motivation inkl. Tatendrang kilometerweit wegtrug ($%&§%#&%*§#) *räusper

Da setzte ich also die einzelnen Teigteile zusammen und tunkte sie in geschmolzene Candy Melts, steckte Nase und Augen und das ganze Zeug eben an das Ding am Stiel und was war? Tja, wie soll ich mich ausdrücken… Olaf sah ziemlich besch*…eiden aus und hätte es wohl in der sonst bestimmt sehr freundlichen und toleranten Schneemannwelt ziemlich schwer gehabt. Darum biss ich ihm wütend aber zu meiner Verwunderung noch überaus gefasst um 22:58 Uhr, den Po ab…

Nun kam Elsa in´s Spiel. Sie war mein Plan B.

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OREO Cakepops

für ca. 25-30 Stück zu je 20g

3 Pkg. Oreo Kekse a 176g
150-200g Frischkäse
3 EL Puderzucker

sonstiges: Cakepop Stäbchen, Candy Melts in gewünschter Farbe, Ceres soft oder Palmin soft, Zuckerdekor nach Belieben, Cakepop Ständer

Die Kekse im Blitzhacker oder in der Küchenmaschine inkl. Creme sehr fein zerkrümeln. Den Frischkäse und den Zucker mit den Händen gründlich untermengen und sauber verkneten. Der Teig sollte nun gut zusammenkleben aber nicht klebrig sein aber gut formbar. Er erinnert etwas an Mürbeteig wenn er die perfekte Konsistenz hat. Je nach Frischkäse kann es also sein, dass ihr etwas mehr oder weniger als angegeben benötigt.

Den Teig ca. 1 Stunde oder über Nacht kalt stellen und danach Kugeln zu je 20g mit den Händen formen und wieder in den Kühlschrank legen. Für Elsa formt das Röckchen wie einen Kegel und flacht die vordere und hintere Seite etwas ab, dazu habe ich 30g vom Teig abgewogen um eine schöne Größe zu bekommen.

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Jetzt könnt ihr Candy Melts, in den Farben die ihr euch ausgesucht habt, schmelzen. Taucht ca. 1 cm des Stäbchens in die Melts und dann zu ca. einem Drittel in die Kugeln. Steckt sie in einen Cakepop Ständer und stellt sie wieder in den Kühlschrank, damit die Schokolade schön fest wird und die Kekskugeln nicht runter rutschen.

So ein Cakepop Ständer ist übrigens super einfach und schnell selbstgemacht. Nehmt einen Styroporblock (er sollte der Größe her in euren Kühlschrank passen), überzieht in mit Alu- und Frischhaltefolie und stecht mit einem Cakepop Stäbchen Löcher in einem Abstand von min. 3-4 cm in den Block. Fertig.

Taucht die Kugeln nun ganz die geschmolzenen Melts und klopft diese dann vorsichtig am Rand eures Gefäßes ab um die überschüssige Schokolade ablaufen zu lassen. Wird die abtropfende Menge weniger, dreht den Pop und klopft nochmal sehr vorsichtig die „Nase“ weg. Lasst die Glasur 2-3 Sekunden antrocknen und verziert die Kugeln dann schnell mit euren Zuckerperlen usw.  Ab damit in den Ständer und wieder in den Kühlschrank. Um die Melts flüssiger zu machen, rühre ich Ceres soft mit einem Teelöffel ein, bis ich mit der Beschaffenheit zufrieden bin. Macht soviel davon rein, bis sich die Schokolade wirklich schön verteilen lässt – das erleichtert euch das dippen enorm.

Für die Elsa Cakepops bin ich genau wie oben beschrieben vorgegangen. Candy Melts in Blau von Wilton und schimmernder essbarer Puder in Perlglanz machten das Röckchen perfekt. Den Oberkörper aus Papier habe ich aus dem Internet ausgedruckt und entsprechend platziert.

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Letztendlich waren Kinder und Erwachsene glücklich und vollgefressen. Und da es ja eh eine Kostümparty war, hat sich Olaf einfach als Elsa verkleidet und es gab nie ein Schneemannbausatz Drama mitten in der Nacht 😉

Habt es schön!

Kathi

{Honig Spekulatius}…last minute Weihnachtsknusperkekse

Für alle die es noch nicht mitbekommen haben – Weihnachten steht vor der Tür! Noch einmal schlafen und es ist soweit!

Im Hause B. hatte sich noch bis Montag dieser Woche eine megamäßige Grippewelle eingenistet. Nicht mal die Kurze blieb davon verschont. Mit hohem Fieber und so glasigen Augen dass man fast durchsehen konnte, saßen wir die Grippe tapfer aus und verfluchten alle Bazillen samt Anhang.

Rechtzeitig zum großen Fest sind wir zum Glück alle wieder frisch und fit (über frisch lässt sich meinerseits allerdings streiten) und so wird nun aufgeholt, was in den letzten Tagen ordentlich vernachlässigt worden ist. Die Böden werden geschrubbt, der Weihnachtsbaum aufgeputzt und noch schnell ein letztes Mal vor Heilig Abend gebloggt!
Ihr seid bestimmt schon alle fleißig gewesen und habt alle Kekse die ihr euch vorgenommen habt gebacken. Davon bin ich überzeugt!
Heute zeige ich euch noch schnell meine ruckzuck last minute Kekse, bevor ihr alle eure Ausstechformen bis zum nächsten Jahr wegpackt – ich schenke sie gerne an Weihnachten her. In einer schicken Dose oder in ein Zellophansäckchen verpackt, sind sie ein nettes und leckeres Mitbringsel.

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Meine Spekulatius Knusperkekse sind wie der Name schon verrät, äußerst knusprig und duften durch die Gewürze und den Honig  einfach unglaublich. Der Honig bewirkt allerdings auch dass die Kekse nur 3-4 Tage so schön knuspern (danach sind sie natürlich noch genau so lecker), darum backe ich sie erst ein oder zwei Tage vor Weihnachten und verschenke sie bei jedem Besuch. Das bedeutet aber absolut und überhaupt keinen Stress, denn von der berüchtigten Vorweihnachtszeithektik lassen wir uns bestimmt nicht anstecken! Die Kekschen sind ratzfatz gebacken und verpackt sowieso!

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Honig – Spekulatius

250g glattes Mehl
125g kalte Butter in Stücken
140g brauner Zucker
100g geriebene Mandeln
1 Ei L
105g flüssiger Honig
1 Prise Salz
1,5 TL gemahlener Zimt
je eine Messerspitze: gem. Nelken, gem. Koriander, gem. Piment

sonstiges: Backblech mit Backpapier ausgelegt, Keksausstecher oder Keksstempel, Rollholz, Rührschüssel, Gabel

Das Mehl in eine Schüssel sieben und mit allen anderen trockenen Zutaten vermischen. Das Ei und den Honig dazugeben und mit einer Gabel in das Mehlgemisch arbeiten. Zum Schluss die Butter rasch unterkneten und zu einem Mürbteig verarbeiten. Hier gilt wieder, nicht zu lange kneten, lieber nach der Ruhezeit nochmal nach arbeiten – sonst wird er brandig und bröckelt euch unter den Fingern weg.
Formt eine Kugel und wickelt sie in Frischhaltefolie – merkt ihr wie der Teig jetzt schon duftet?
Ab damit in den Kühlschrank, nach einer guten halben Stunde bis Stunde könnt ihr ihn wieder rausholen.

Denkt daran das Backrohr rechtzeitig vorzuheizen, und zwar auf wohlig warme 180° (zumindest gemütlich warm für die Kekse).

Nach dem Päuschen knetet ihr den Teig wenn nötig nochmal kurz durch und rollt ihn Portionsweise (der Rest bleibt im Kühlschrank) auf ca. 3mm aus. Stecht jetzt mit euren Formen die ihr euch ausgesucht habt Kekse aus oder benutzt wie ich einen Keksstempel- das sieht nicht nur hübsch aus, sondern übermittelt gleichzeitig eine süße Nachricht von euch!
10-15 Minuten benötigen sie nun im Backofen. Sie sollen nicht dunkel werden, die Backzeit variiert oft von Backofen zu Backofen – seht lieber einmal zu oft nach. Könnt ihr den wahnsinnig aromatischen Duft riechen? Nach der Backzeit zieht ihr die Kekse vom Backblech und lässt sie abkühlen – ihr merkt wenn sie fertig ausgekühlt sind, dann seid ihr nämlich bei jedem Bissen nicht mehr zu überhören – auch ohne 52 Zähne 😉

Foto3 Ihr Lieben! Ich wünsche euch das schönste Weihnachtsfest und ruhige, gemütliche Feiertage mit euren Familien und Freunden.

Habt die beste Zeit!

Kathi

{Lebkuchengewürz}…eine Geruchsexplosion…

Weihnachten…die Jahreszeit der Gerüche!

Egal wo man sich herumtreibt, man kommt nicht drum herum. Spätestens wenn der erste Weihnachtsmarkt seine Türchen öffnet und man eine Wanderung von Punsch zu Bratwurst zu gebrannten Mandeln angeht, ja – spätestens dann kann man sicher sein, dass Weihnachten einem ziemlich dicht an den Fersen ist und die ersten Schneeflöckchen bald auf unseren Nasen tanzen werden (außer Fr. Holle hat ausnahmsweise schon früher ihre Kissen ausgeschüttelt). Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich liebe Weihnachten – jup, ich gehe sogar so weit und sage: ich bin ein richtiger Weihnachtsjunkie!

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Weihnachtslieder, Kekse backen (auch wenn ich jedes Jahr kurz darüber schimpfe), Mützen mit Puschel dran, dicke gestrickte Schals in die man sich richtig reinmümmeln kann und bitte nicht zu vergessen die besagte Geruchsvielfalt die einem in die Nase steigt sobald man weihnachtliches Terrain betritt!

Jeder hat ja da so seine Vorlieben was Gewürze und Kekssorten betrifft. Ich für meinen Teil mag Lebkuchen sehr gerne, am liebsten umhüllt in Milchschokolade, in verschiedenen Formen…Sterne, Herzen,…der ist so zart und luftig sag ich euch, hach zum dahinschmelzen – na gut erwischt, ich geb´s zu, ich kaufe Lebkuchen – fertig! Der wird mir einfach nie so wie ich ihn mag, und mal ehrlich – für was Jahr um Jahr ärgern, wenn man es sich auch mal leicht machen kann! Alle anderen Kekse sind aber 100% selfmade – das lasse ich mir dann auch nicht nehmen.

Im Hause B. werden daher statt Lebkuchen einfach Lebkuchenkekse gebacken. Mit Lebkuchengewürz – das tatsächlich ziemlich vielseitig einsetzbar ist, wird ein einfacher Keksteig hoppedihopp aufgemotzt!
Gekauftes Lebkuchengewürz löst bei mir allerdings chronisches Nasenrümpfen aus, meist findet man ja Ingwer und Anis darin – bääh! geht ja mal gar nicht! Darum mische ich mir jedes Jahr ein Gläschen von dem leckeren Pulver selber an…mit genau den Zutaten die ich auch wirklich drin haben möchte…

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Lebkuchengewürz

35g Zimt, gemahlen
10g Nelken, gemahlen
4g Koriander, gemahlen
5g Pigment, gemahlen
3g Kardamom, gemahlen
2Pkg. Vanillezucker
1 Prise Muskat

Vermischt alle Gewürze gut miteinander und füllt sie in ein luftdichtes Glas. Tja, was soll ich sagen – das war es schon wieder!

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Das Lebkuchengewürz ist wirklich supereinfach und superschnell gemacht – falls ihr das Glück habt und im Besitz einer Gewürzmühle seid, holt euch die Zutaten im Ganzen und zermahlt alles selber – dadurch kommen die Aromen noch mehr zur Geltung!

Also legt los – ich wünsche euch ein fröhliches und wahnsinnig lecker riechendes Weihnachtskekse backen!

Kathi

{Vanillekipferl}…der Klassiker schlecht hin…

Psssst, du da! Ja, ja genau du! Komm mal ein bisschen näher…

Soll ich dir ein Geheimnis verraten? Ich hab da was für dich! Rate mal was!
Ja genau, richtig geraten! Ich verrate dir heimlich, still und leise mein allerliebstes Rezept für meine allerliebsten Vanillekipferl!

Du hast ein Rezept sagst du? Macht nichts, es wird verstehen dass du ab jetzt meines nehmen wirst – denn meine Vanillekipferl spielen in der Oberliga in einer ganz speziellen Vanillekipferldimension.

Wie, du glaubst mir nicht? Mach sie mal – spätestens nachdem du dir das erste Kipferl in den Mund steckst und es mit der Zunge am Gaumen locker leicht zerdrückst, weißt du wovon ich rede. Schleckermaulehrenwort!

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Gut, ich gebe zu, ich hab echt lange überlegt ob ich ein Rezept für Vanillekipferl bloggen soll! Hat ja nun jeder sein eigenes Rezept dafür (traue ich mich jetzt zu behaupten). Vor kurzem aber, wurde mir versichert dass Vanillekipferl unbedingt lange vor Weihnachten gebacken werden müssen, da sie ihre Zeit brauchen um mürbe zu werden!
Äh ja, Blödsinn sag ich da mal dazu, das war mir Grund genug euch doch mein supereinfaches Rezept zu zeigen! Ein kleiner Trick, in diesem Fall leistet die Stärke ganze Arbeit, und die Kipferl sind bereits unmittelbar nach dem Backen super mürbe und bereit bis auf den letzten Brösel vernascht zu werden…auch ein Grund warum ich jedes Jahr mindestens die doppelte Menge davon backen darf 🙂

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Vanillekipferl

Mürbteig:
220g glattes Mehl, gesiebt
80g Speisestärke z.B. Maizena
70g Puderzucker, gesiebt
50g Mandeln, gemahlen
50g Walnüsse, gemahlen
1 Pkg. Vanillezucker
250g kalte Butter in kleinen Stücken
zum wälzen:
Puderzucker, gesiebt
Vanillezucker

Sonstiges: Backblech mit Backpapier

Alle trockenen Zutaten vermischen und zum Schluss die kalten Butterstücke einarbeiten und daraus einen Teig kneten. Arbeitet wirklich zügig, da der Teig sonst gerne brandig wird und zerbröckelt. Sollte der Teig nicht gleich schön glatt werden, macht das gar nichts, rollt ihn zu einer Kugel und packt ihn in Frischhaltefolie eingewickelt für eine gute halbe Stunde in den Kühlschrank. Danach könnt ihr ihn nochmal kurz durchkneten.

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Denkt daran das Backrohr rechtzeitig auf 160°-180° vorzuheizen.
Nehmt euch jetzt immer nur die Portion an Teig aus dem Kühlschrank die ihr im Moment verarbeiten könnt bzw. die auf dem Blech Platz hat. Knetet also alles nochmal durch und formt nicht zu große Kipferl. Da hat ja jeder seine eigene Technik dazu, da rede ich euch jetzt mal nicht rein 🙂
Von der Größe her, sind sie mir am liebsten wenn sie mit einem Happs im Mund landen können!

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Legt die Kipferl mit 1-2 Finger breitem Abstand auf das Blech und backt sie für ca. 10-12 Minuten. Sie sollen noch hell aus dem Rohr und warm im Zuckergemisch gewälzt werden!

In einer NICHT luftdichten Keksdose fühlen sich die Zuckerstücke übrigens am wohlsten 🙂

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Vanillekipferl zählen übrigens zu einer meiner Lieblingskekssorte in der Weihnachtszeit!

Viel Spaß beim Kipferl formen 🙂

Kathi

 

{Tipps und Tricks für die perfekten Kekse}…damit seid ihr auf der sicheren Seite

Jedes Jahr so gegen Anfang Oktober fange ich an mir Gedanken über´s Kekse backen zu machen.

Wann fange ich an?
Welche Sorten?
Eine Liste wird geschrieben…
10 Sorten sind in Planung!
Erkenntnis über mangelnde Motivation kommt auf.
Kekse backen ist doof 😦
11 Sorten sind in Planung!
Das macht wieder ne Menge Arbeit…
Und nen riesen Saustall.
Ich esse ja sowieso keine weil mir schlussendlich davor ekelt;
Weil Zuckerschock durch permanentes Dämpfe Einatmen der Grundzutaten
Kann man da eigentlich abhängig werden? Ist ja quasi wie Passiv rauchen!
Bin ich ein Passiv Zucker Junkie?
Nö, eher aktiv!
12 Sorten sind in Planung!
Bin ich irre?
Ok, ist ja jetzt nichts neues…
13 Sorten sind in Planung!
Jetzt ist aber Schluss.
Aber…
14 Sorten sind in Planung!
Soll ich euch was sagen?

In Wahrheit liebe ich das Kekse backen 🙂 ja, ich steh richtig drauf und unter 12 verschiedenen Sorten läuft bei mir gar nichts – alle Jahre wieder, der ganz normale Wahnsinn 😉

Für euch hab ich hier meine persönlichen Tricks kurz zusammengefasst. Diese habe ich mir im Laufe meiner Keksbackzeit angeeignet, manche von Freunden gemopst, manche durch eigene Erfahrung entdeckt und manche durch fehlerhaftes verarbeiten (ganz allein meine Schuld, was können die armen Rezepte dafür wenn ich nicht durchblicke) gelernt!

Kekse backen leicht gemacht

MÜRBETEIG – Die Königin unter den Keksen

  • knetet alle Zutaten wirklich flott zu einem Teig, es ist ok wenn er noch nicht recht sauber und glatt ist, dass könnt ihr nach der Ruhephase immer noch nachholen. Lässt ihr euch zu lange Zeit, wird der Teig warm und brandig – er zerbröselt euch dann richtig zwischen den Fingern
  • wascht euch vor dem kneten die Hände richtig kalt, das mag der Mürbeteig
  • vermischt zuerst alle trockenen Zutaten miteinander und verknetet diese erst dann mit den feuchten. Soll ein Ei dazu, vermischt es vorher locker mit einer Gabel gleichmäßig mit den trockenen Zutaten und knetet erst zum Schluss die kalte Butter in kleinen Stücken unter – so verteilt sich alles schön gleichmäßig und ihr müsst den Teig nicht so lange kneten
  • nehmt immer nur die Teigmenge aus dem Kühlschrank die ihr im Moment verarbeitet. Ich teile dazu den „ausgeruhten“ Teig in Stücke und nehme mir eins nach dem anderen raus auf die Arbeitsfläche. So bleiben eure Kekse besser in Form und der Teig ist einfach leichter zu verarbeiten.
  • je mehr Kristall/Vollrohr/Braunzucker ihr einarbeitet, umso knuspriger werden die Kekse (z.B. Spekulatius)
  • ich bereite Mürbeteig gerne schon am Vortag/Abend vor und parke diesen einfach im Kühlschrank-> nochmal kurz durchkneten und es kann los gehen
  • tauscht einen Teil des Mehl gegen Stärke, so wird der Teig mürber
  • backt die Kekse immer nur hell, sie dunkeln in den meisten Fällen noch nach und zieht sie nach der Backzeit sofort vom Blech
  • werden die Kekse/Kipferl noch warm in Puderzucker gewälzt, dann siebt den Zucker vorher – so vermeidet ihr unschöne Klumpen
  • Keksdosen in denen Mürbeteigkekse gelagert werden, sollten wenn möglich nie luftdicht sein – so können sie noch weiter durchziehen und mürbe bzw. knusprig werden. Ihr könnt auch rohen Reis auf den Boden der Keksdose streuen, mit Butterpapier belegen und die Kekse darauf lagern. Der Reis entzieht dem Gebäck die Feuchtigkeit

SPRITZKEKSE – nicht nur zu Weihnachten ein Traum

  • das wichtigste bei Spritzkeksen ist, dass ihr zu Anfang die Butter mit dem Zucker so richtig lange schaumig schlägt, wenn ich lange schreibe, dann meine ich auch wirklich richtig lange. So lässt sich die Masse nachher leichter dressieren und zergeht wahrlich auf der Zunge
  • den fertigen Teig immer sofort verarbeiten!!!
  • sollte die Masse durch das lange Schlagen zu weich geworden sein, füllt sie trotzdem schon in einen Spritzsack mit passender Tülle und legt sie kurz in den Kühlschrank
  • falls ihr nicht den gesamten Teig auf einmal backen könnt (Hand hoch wer keine Backstube zu Hause hat) legt den gefüllten Spritzsack auch in den Kühlschrank bis das Blech fertig gebacken ist und ihr gleich wieder nachlegen könnt
  • achtet darauf dass der Teig im Spritzsack nicht zu warm wird, da er sonst im Backrohr verläuft und die Form verliert
  • genügend Abstand zwischen den einzelnen Gebäckstücken lassen, da sie im Normalfall noch ordentlich aufgehen – aus diesem Grund auch nie zu große Formen auf das Blech spritzen, außer ihr wollt Mega Kekse 🙂

LEBKUCHEN – die einen lieben ihn, die anderen…mögen ihn nicht so gern

  • verwendet qualitativ hochwertiges Roggenmehl, man schmeckt einfach den Unterschied
  • Honig macht den Teig saftiger
  • rollt den Teig nicht zu dünn aus
  • ein Schokomantel macht ihn länger haltbar und er trocknet nicht so schnell aus bzw. wird nicht so schnell hart
  • legt ein Stück Apfel mit in die Keksdose (außer der Lebkuchen ist mit Schoko überzogen) und wechselt es spätestens jeden zweiten Tag, so wird/bleibt er weich

Mandeln

So meine Lieben! Das war´s schon wieder 🙂 Fällt euch noch was ein?
Achso, plant euch natürlich immer genug Zeit für die Kekschen ein und am wichtigsten: Knallt euch die volle Dröhnung Weihnachtslieder rein – ich schwöre, die Kekse schmecken dadurch viel besser 😉

P.S. kleiner spätabendlicher Dialog zwischen Schätzchen (der mir neugierig über die Schulter kuckt) und mir…

P: hmmm, und warum ist Mürbeteig eine Königin?
K: Wie bitte?
P: ja, warum kein König?
K: äh, keine Ahnung?
P: also auch ein Opfer der Emanzipation!
K: Hä?

Was soll man dazu noch sagen 🙂

Kathi