{Palatschinken Torte}…die Kurze wird 1…

17. Dezember 2014    09:11 Uhr

Hier stand die Zeit einen Moment lang still. Für uns.
Die Kurze kam auf die Welt und zog in ihr neues zu Hause ein. Liebevoll bereiteten wir schon Monate vorher alles vor, um es ihr so gemütlich und die Eingewöhnung so einfach wie möglich zu machen. Wer weiß denn zu dem Zeitpunkt schon dass man mindestens die Hälfte der mühsam zusammengesammelten Sachen niemals brauchen wird, klaro – Freunde, Verwandte und Bekannte die bereits im Besitz eigener Kinder sind werfen dir hier und dort mal nen gut gemeinten Rat vor die Füße, aber ganz ehrlich? Das war mir alles schnurzpiepegal 🙂 ich war fest davon überzeugt genau diese 37.000 Dinge unbedingt zu brauchen, dass ich mir u.a. bis dato sogar das Gitterbett hätte sparen können, erwähne ich mal nur ganz leise!

Von da an, änderte sich mein ganzes Leben. Ich änderte mich.
Plötzlich ist da jemand, ein kleines Wesen. Und es bestimmt von nun an deinen Tag!
Ich gebe zu anfangs richtig Bammel gehabt zu haben.
Was wenn es schreit? Und es wird schreien, da war ich mir sicher!
Was wenn es hungrig ist? Weiß ich dann dass es Hunger hat?
Was wenn es Bauchweh bekommt? Was zum Teufel mach ich dann?
Und überhaupt, wie zieht man ein Kind groß?

Kleine Panikattacken gehörten eine Zeit lang zu mir wie das Amen in die Kirche.
Wie zum Geier sollte ich dass auch schaffen? So ohne ausreichende Übung an einem lebenden Versuchsobjekt meine ich. Ich schaffte es ja nicht mal eine ordinäre Zimmerpflanze am Leben zu erhalten (kann ich übrigens immer noch nicht) wie sollte ich da um Himmels willen ein kleines Menschlein zu einem erwachsenen, selbstständigen und selbstbewussten Menschen heranziehen?

Soll ich euch etwas verraten? Ich weiß es bis heute nicht so genau 🙂
Aber ich weiß was zu tun ist, wenn sie schreit oder das Bäuchlein zwickt. Hunger erkenne ich deutlich, von Anfang an. Und groß wird sie von ganz alleine – ich bin lediglich an ihrer Seite um ihr eine Stütze zu sein, immer!
Und so vergeht nun Tag für Tag wie im Flug. Ich würde lügen, würde ich sagen dass es immer ein Kinderspiel war. Es gab (und gibt) genug Tage da wünschte ich mir eine Nanny…oder eine Haushaltshilfe. Moment! Möglicherweise wünschte ich mir manchmal beides! Nur um einfach mal wieder bis Mittag schlafen zu können und dann einfach den Rest des Tages mit Pizza und Schokolade im Bett herum zu lümmeln. Dann würde ich bestimmt wieder ein wenig frischer aussehen 🙂 tjo, liebe Leute – die Augenringe gab es damals zu jeder Entbindung gratis dazu. Ein all-inclusive Erlebnis eben!

Und dann, ohne es zu ahnen (ok, ein klein wenig absehbar ist es schon) ist das erste Jahr vorüber. Einfach so. Bamm.
Keiner fragt dich ob das jetzt eh so in Ordnung ist, oder ob es lieber ein wenig langsamer gehen soll! Verdammt nochmal, klar soll es das! Mein Baby soll mein Baby bleiben!

Foto 3

Wie es aber nun mal so ist, kannste eh nichts dagegen machen – aber das Beste daraus ziehen und jeden einzelnen, tollen, anstrengenden, einzigartigen Tag genießen.
Punkt.

Und so kam es dass wir im Dezember den 1ten Geburtstag der Kurzen feierten.
Gleich zwei Mal 🙂
Und dazu gab´s Torte! Palatschinken Torte nämlich.
So ganz ohne Zucker und so (ok ein bisschen Schoko ist schon oben drauf. Und wer möchte kann auch Zucker reinschmuggeln – muss man aber nicht).

Foto 4

Die Kurze ist nämlich gar nicht so ein Zuckerjunkie wie ihre Mutter. (Das Verwandtschaftsverhältnis wurde nach dieser Erkenntnis ausreichend überprüft und positiv bewertet.) Darum sollte es eine nicht so süße, sondern eher fruchtige Geburtstagstorte werden. Ich bin ihr aber nicht mal ansatzweise böse deswegen, ehrlich gesagt achte ich gerade bei ihr sehr auf die Ernährung und versuche Industriezucker so weit wie möglich zu vermeiden. Interessant wie man plötzlich anfängt umzudenken 🙂

Foto 1

 Palatschinken Torte mit Erdbeer-Topfen Füllung und fruchtigem Topping

für die Palatschinken:

1l Vollmilch
400-500g glattes Mehl
3 Eier L
1 Prise Salz
1TL Backpulver

für die Füllung und das Topping:

600g frische oder gefrorene Erdbeeren
750g Speisetopfen
250ml Naturjoghurt 0,1%
1 Pkg. gemahlene Gelatine (wer die Creme sehr fest mag, nimmt 2)
und wem es zu wenig süß ist, darf hier mit gesiebtem Puderzucker nachhelfen
bei Bedarf: weiße Schokoraspel oder Kokosflocken für die Deko

Für die Palatschinken einfach alle Zutaten zu einem glatten Teig mixen. Er sollte nicht zu dickflüssig sein und sich schön gießen lassen, darum ist es möglich dass ihr nicht das gesamte Mehl benötigt. Ich bin mir allerdings sicher, dass ihr schon an die 1000x Palatschinken/Pfannkuchen gemacht habt und wisst was zu tun ist. Ihr könnt auch gerne weniger machen falls ihr die Torte nicht so hoch wollt, hier dürft ihr tun und lassen wie euch gerade ist! Etwas Butter in einer Crepe Pfanne zerlassen und eine dünne Schicht Teig (ich benutze dafür einen Suppenschöpfer) darauf verteilen. Beidseitig golden ausbacken. Wer´s kann, darf hier gerne das Pfännchen schwingen und die Palatschinken zum Wenden durch die Luft fliegen lassen. Aber bitte wieder fangen 😉

So, jetzt mal schön auskühlen lassen und in der Zwischenzeit die Creme vorbereiten.

Frische Erdbeeren putzen wir, gefrorene Früchtchen lassen wir rechtzeitig auftauen und pürieren anschließend alle gnadenlos bis wirklich kein Stückchen mehr darin zu finden ist. Wer keine Kernchen haben möchte, sollte das Fruchtmus jetzt passieren.
Den Topfen mit dem Joghurt glatt rühren und die Hälfte der pürierten Erdbeeren untermischen (zweite Hälfte zur Seite geben). Die Gelatine laut Packungsanleitung auflösen und gründlich in die Creme einarbeiten. So, wem die Beerchen jetzt nicht süß genug sind, rührt gesiebten Puderzucker ein. Die Topfencreme für 15-30 Minuten kalt stellen, damit diese ein wenig fester wird und nicht gleich wieder davon läuft.

Sobald die Creme eine kompakte aber noch leicht streichfähige Konsistenz erreicht hat, kann es weiter gehen.

Legt die erste Palatschinke auf eine Tortenplatte oder einen passenden Teller.
Dann bestreicht ihr sie bis ca. einen Zentimeter vor dem Rand mit der Creme, legt eine weitere Palatschinke darauf und drückt sie vorsichtig und gleichmäßig von der Mitte aus bis zu Außenrand nieder. Die Creme darf dabei ruhig wie auf den Bildern zu sehen sein. So geht es jetzt weiter bis Palatschinken und Creme aufgebraucht sind.
Palatschinke – Creme – Klatsch – Streich – Drück
Die oberste Schicht bildet eine Palatschinke.
Stellt die Torte bis zum servieren kalt, am Besten für min. 1 Stunde, dann ist die Füllung auch sicher schön fest geworden und bleibt da wo sie bleiben soll.
Bevor ihr das Törtchen nun euren Gästen unter die Nase hält, gebt das restliche Erdbeermus mit einem Löffel oben mittig darauf. Schiebt es mit ein wenig Gefühl rundherum bis zum Rand, ein kleiner Schubser hier und da bewirkt, dass es an manchen Stellen herabläuft und das Wasser im Munde zusammen laufen lässt 🙂

Weiße Schokosplitter oder Kokosraspel oben drauf streuen und anschneiden!

Foto 2

Tja, was soll ich sagen. Die Kurze ist nun 1 Jahr alt.
1 ganzes Jahr alt.

Hachi, wie die zweite Party ablief und was es da zu naschen gab, erzähl ich euch ein anderes Mal!

Habt es schön!

Kathi

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2 Gedanken zu “{Palatschinken Torte}…die Kurze wird 1…

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