{Tipps und Tricks für die perfekten Kekse}…damit seid ihr auf der sicheren Seite

Jedes Jahr so gegen Anfang Oktober fange ich an mir Gedanken über´s Kekse backen zu machen.

Wann fange ich an?
Welche Sorten?
Eine Liste wird geschrieben…
10 Sorten sind in Planung!
Erkenntnis über mangelnde Motivation kommt auf.
Kekse backen ist doof 😦
11 Sorten sind in Planung!
Das macht wieder ne Menge Arbeit…
Und nen riesen Saustall.
Ich esse ja sowieso keine weil mir schlussendlich davor ekelt;
Weil Zuckerschock durch permanentes Dämpfe Einatmen der Grundzutaten
Kann man da eigentlich abhängig werden? Ist ja quasi wie Passiv rauchen!
Bin ich ein Passiv Zucker Junkie?
Nö, eher aktiv!
12 Sorten sind in Planung!
Bin ich irre?
Ok, ist ja jetzt nichts neues…
13 Sorten sind in Planung!
Jetzt ist aber Schluss.
Aber…
14 Sorten sind in Planung!
Soll ich euch was sagen?

In Wahrheit liebe ich das Kekse backen 🙂 ja, ich steh richtig drauf und unter 12 verschiedenen Sorten läuft bei mir gar nichts – alle Jahre wieder, der ganz normale Wahnsinn 😉

Für euch hab ich hier meine persönlichen Tricks kurz zusammengefasst. Diese habe ich mir im Laufe meiner Keksbackzeit angeeignet, manche von Freunden gemopst, manche durch eigene Erfahrung entdeckt und manche durch fehlerhaftes verarbeiten (ganz allein meine Schuld, was können die armen Rezepte dafür wenn ich nicht durchblicke) gelernt!

Kekse backen leicht gemacht

MÜRBETEIG – Die Königin unter den Keksen

  • knetet alle Zutaten wirklich flott zu einem Teig, es ist ok wenn er noch nicht recht sauber und glatt ist, dass könnt ihr nach der Ruhephase immer noch nachholen. Lässt ihr euch zu lange Zeit, wird der Teig warm und brandig – er zerbröselt euch dann richtig zwischen den Fingern
  • wascht euch vor dem kneten die Hände richtig kalt, das mag der Mürbeteig
  • vermischt zuerst alle trockenen Zutaten miteinander und verknetet diese erst dann mit den feuchten. Soll ein Ei dazu, vermischt es vorher locker mit einer Gabel gleichmäßig mit den trockenen Zutaten und knetet erst zum Schluss die kalte Butter in kleinen Stücken unter – so verteilt sich alles schön gleichmäßig und ihr müsst den Teig nicht so lange kneten
  • nehmt immer nur die Teigmenge aus dem Kühlschrank die ihr im Moment verarbeitet. Ich teile dazu den „ausgeruhten“ Teig in Stücke und nehme mir eins nach dem anderen raus auf die Arbeitsfläche. So bleiben eure Kekse besser in Form und der Teig ist einfach leichter zu verarbeiten.
  • je mehr Kristall/Vollrohr/Braunzucker ihr einarbeitet, umso knuspriger werden die Kekse (z.B. Spekulatius)
  • ich bereite Mürbeteig gerne schon am Vortag/Abend vor und parke diesen einfach im Kühlschrank-> nochmal kurz durchkneten und es kann los gehen
  • tauscht einen Teil des Mehl gegen Stärke, so wird der Teig mürber
  • backt die Kekse immer nur hell, sie dunkeln in den meisten Fällen noch nach und zieht sie nach der Backzeit sofort vom Blech
  • werden die Kekse/Kipferl noch warm in Puderzucker gewälzt, dann siebt den Zucker vorher – so vermeidet ihr unschöne Klumpen
  • Keksdosen in denen Mürbeteigkekse gelagert werden, sollten wenn möglich nie luftdicht sein – so können sie noch weiter durchziehen und mürbe bzw. knusprig werden. Ihr könnt auch rohen Reis auf den Boden der Keksdose streuen, mit Butterpapier belegen und die Kekse darauf lagern. Der Reis entzieht dem Gebäck die Feuchtigkeit

SPRITZKEKSE – nicht nur zu Weihnachten ein Traum

  • das wichtigste bei Spritzkeksen ist, dass ihr zu Anfang die Butter mit dem Zucker so richtig lange schaumig schlägt, wenn ich lange schreibe, dann meine ich auch wirklich richtig lange. So lässt sich die Masse nachher leichter dressieren und zergeht wahrlich auf der Zunge
  • den fertigen Teig immer sofort verarbeiten!!!
  • sollte die Masse durch das lange Schlagen zu weich geworden sein, füllt sie trotzdem schon in einen Spritzsack mit passender Tülle und legt sie kurz in den Kühlschrank
  • falls ihr nicht den gesamten Teig auf einmal backen könnt (Hand hoch wer keine Backstube zu Hause hat) legt den gefüllten Spritzsack auch in den Kühlschrank bis das Blech fertig gebacken ist und ihr gleich wieder nachlegen könnt
  • achtet darauf dass der Teig im Spritzsack nicht zu warm wird, da er sonst im Backrohr verläuft und die Form verliert
  • genügend Abstand zwischen den einzelnen Gebäckstücken lassen, da sie im Normalfall noch ordentlich aufgehen – aus diesem Grund auch nie zu große Formen auf das Blech spritzen, außer ihr wollt Mega Kekse 🙂

LEBKUCHEN – die einen lieben ihn, die anderen…mögen ihn nicht so gern

  • verwendet qualitativ hochwertiges Roggenmehl, man schmeckt einfach den Unterschied
  • Honig macht den Teig saftiger
  • rollt den Teig nicht zu dünn aus
  • ein Schokomantel macht ihn länger haltbar und er trocknet nicht so schnell aus bzw. wird nicht so schnell hart
  • legt ein Stück Apfel mit in die Keksdose (außer der Lebkuchen ist mit Schoko überzogen) und wechselt es spätestens jeden zweiten Tag, so wird/bleibt er weich

Mandeln

So meine Lieben! Das war´s schon wieder 🙂 Fällt euch noch was ein?
Achso, plant euch natürlich immer genug Zeit für die Kekschen ein und am wichtigsten: Knallt euch die volle Dröhnung Weihnachtslieder rein – ich schwöre, die Kekse schmecken dadurch viel besser 😉

P.S. kleiner spätabendlicher Dialog zwischen Schätzchen (der mir neugierig über die Schulter kuckt) und mir…

P: hmmm, und warum ist Mürbeteig eine Königin?
K: Wie bitte?
P: ja, warum kein König?
K: äh, keine Ahnung?
P: also auch ein Opfer der Emanzipation!
K: Hä?

Was soll man dazu noch sagen 🙂

Kathi

 

 

 

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4 Gedanken zu “{Tipps und Tricks für die perfekten Kekse}…damit seid ihr auf der sicheren Seite

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