Fräulein N. lernt kochen

Vor einigen Wochen bat mich Fräulein N. ihr das Kochen beizubringen. Ich fühlte mich wahnsinnig geschmeichelt und wies aber darauf hin, dass mein Können nur aus gefährlichem Halbwissen bestehe. Sie meinte „besser als Nichts“ und wir legten los – es stellte sich heraus, dass Fräulein N. ein Naturtalent ist. Ich gab ihr nur Hilfestellung wenn sie welche benötigte und den Rest erledigte sie ganz allein – ihre Kreationen waren sogar äußerst genießbar. Nach dem Kochen war die Küche allerdings jedes Mal ein Schlachtfeld, ein kurzes Aufbegehren ihrerseits weil sie putzen und den Geschirrspüler einräumen musste, wurde sofort im Keim erstickt ;).

Ich profitierte bei dem Ganzen durch eine enorme Erweiterung meines Wortschatzes mit Jugendslang-Ausdrücken. In welchem Kontext gewisse Floskeln zu verwenden sind ist mit bis jetzt schleierhaft, wahrscheinlich werde ich nie dahinter kommen, darum werfe ich sicherheitshalber einfach ab und an ein „chip chap“ in die Runde (keine Ahnung was das heißt – aber es dürfte immer passen) :-).

Vor kurzem stand der runde Geburtstag von Frau N. (der Mutter) vor der Türe, Fräulein N. und ich beschlossen das Buffet dafür auszurichten – ausschließlich Fingerfood. Irgendwie hatten wir uns das allerdings „chilliger“ vorgestellt. Mit nur einem Ofen und einem Backblech ging es doch nicht so „chip chap“ wie wir uns das erhofft hatten. Pleiten, Pech und Pannen durften natürlich auch nicht fehlen und so wurden die Schnitzel mit Grieß anstatt mit Semmelbrösel paniert, was allerdings erst auffiel, als sie nach dem Braten ziemlich unappetitlich aussahen. „Basis chillen“, Panade abwaschen und alles nochmal auf Anfang ;-).

Himbeertiramisu, Mini-Zitronengugls, Schoko-Schoko Cupcakes, Apfel-Karamelltäschchen ….

Mini-Schnitzelsemmeln, Mini-Quiches, Pizzaschnecken, Melonen-Prosciutto Schiffchen, Tomaten-Mozzarella Spieße …

Letztendlich war das Buffet dann aber doch ein voller Erfolg und wir waren stolz wie Oskar. Was wäre ich für eine Bloggerin, wenn ich euch nicht mindestens 1 Rezept aus diesem Häppchen-Potpourri vorstellen würde.

Mini-Quiches (ca. 18 Stück)

Für den Teig:

400 g Mehl

170 g kalte Butter (gewürfelt)

2 Eier

1 TL Salz

2x Muffinblech

Alle Zutaten in eine sehr große Schüssel geben und mit der Hand solange vermengen bzw. kneten, bis ein fester Teig entstanden ist. Diesen in Frischhaltefolie einwickeln und für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank geben.

Aus dem Teig 18 gleich große Kugeln formen, platt drücken und die Mulde einer Muffinform damit auskleiden. Mit einer Gabel den Boden des Teigs mehrmals einstechen und im vorgeheizten Backofen für 12 Minuten bei 180⁰C blind backen. Nach dem Backen nicht aus der Form nehmen.

Für die Füllung:

½ Stange Lauch

150 g Speckwürfel

350 ml Sahne

4 Eier

50 g geriebenen Parmesan

Salz, Pfeffer und Muskat

Den Lauch in Ringe schneiden und mit den Speckwürfeln in einer Pfanne (ohne Öl) anbraten. Auskühlen lassen, Eier und Sahne dazugeben, gut verquirlen und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

Die Mulde des vorgebackenen Teigs füllen und mit etwas geriebenem Parmesan bestreuen. Bei 180⁰C für 25 Minuten fertigbacken.

Gruß und Kuss

Eure Sarah

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