Was der Bauer nicht kennt…

Neulich beim Italiener meines Vertrauens, bin ich beim Durchforsten der Tageskarte ganz plötzlich über eine besonders leckere Leckerei gestoßen. Zugegeben anfangs war ich ein wenig skeptisch und begutachtete es sorgfältig mit einem zusammengekniffenen Auge, ja gut vermutlich kaute ich auch etwas an meiner Lippe, aber ich konnte mir nicht so richtig vorstellen wie denn das da recht schmecken sollte. Meine Neugier siegte und ich bestellte. Der Teller nun vor mir stehend, mit der mir zu dem Zeitpunkt immer noch leicht suspekten Mahlzeit, stocherte ich mal hier mal da, roch vorsichtig an der Füllung, schob alles von links nach rechts nur um es dann wieder von rechts nach links zu schieben und dann, dann wagte ich mich ran, kostete mit geschlossenen Augen und hielt dabei sogar kurz den Atem an, weil´s ja doch so komisch war. Aber wer hätte sich das gedacht, ein: Oh! und ein: Mhmmm! gefolgt von einem: Pfoa! entglitten schnell meinem Mund, bevor dieser wieder vollgestopft mit Lecker war.

Tja, jetzt fragt ihr euch schon bestimmt, was ich wohl so sonderbares bestellt habe! Ich sag´s euch! Eigentlich ist es gar nicht so spektakulär, ich kannte diese Kombi bis dato aber noch nicht und wäre vermutlich auch nie auf den Gedanken gekommen, drum immer fleißig zum Italiener laufen – der bringt dich auf Ideen 🙂 Ich hab mal versucht es nach zu kochen, so ähnlich zumindest, ein wenig hab ich´s schon abgewandelt und eigentlich weiß ich gar nicht ob´s so richtig ist, aber ich war zu feige um nach dem Rezept zu fragen, drum einfach so losgelegt und tadaaa…es schmeckt 😉

Jetzt hab ich immer noch nicht verraten was es eigentlich war, stimmt´s? Ja, lästige Angewohnheit von mir, immer um den heißen Brei reden und stundenlang nicht auf den Punkt kommen. Mein Männchen kommt da oft an die Grenzen seiner Geduld 🙂  Aber es ist ja auch hie und da nicht so einfach, nur das zu sagen was man eigentlich vor hatte zu sagen, gibt´s ja noch soviel mehr zu erzählen und…ich tu´s schon wieder 🙂

Also gut, Schluss jetzt! Hier das Rezept:

Ravioli mit Ricotta-Lachs Füllung in Curry Sauce mit Shrimps und Spinat

für 3 – 4 Personen

Ravioli Teig

  • 200g griffiges Mehl
  • 100g glattes Mehl
  • 3 Eier L
  • 2 EL Öl
  • Salz

Füllung

  • 150g Räucherlachs
  • 130g Ricotta
  • 5g Schnittlauch, fein geschnitten
  • Pfeffer

Sauce

  • 160g Shrimps, ohne Schale, gefroren
  • 150g Blattspinat, gefroren
  • 1 Knoblauchzehe, gepresst
  • 250ml Sahne
  • 1/8 l Hühnerbrühe
  • Salz
  • 2 TL Currypulver
  • 1/2 TL Paprikapulver, scharf

Für den Teig, das Mehl auf die Arbeitsfläche geben und eine Mulde in die Mitte drücken, Eier, Öl und Salz in die Mulde geben und mit einer Gabel verrühren. Nach und nach das Mehl einarbeiten und schließlich zu einem feinen Teig verkneten. Knetet den Teig min. 10 Minuten bis er geschmeidig und elastisch wird, am Anfang scheint es so als würde das nie passieren, aber je länger ihr ihn massiert umso besser wird das Ergebnis. Zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie packen und für 30 Min. in den Kühlschrank geben.

In der Zwischenzeit bereiten wir die Füllung vor. Räucherlachs und Ricotta in eine Küchenmaschine geben und zu einer feinen Masse verarbeiten, sollte eine Konsistenz wie Farce haben. Den Schnittlauch einrühren und mit Pfeffer abschmecken. Salz brauchen wir hier nicht, da der Lachs an sich salzig genug ist. Kalt stellen, bis wir sie wieder brauchen.

Shrimps und Spinat auftauen und abtropfen lassen.

Nach der Ruhezeit, den Teig nochmal durchkneten und in 4 Stücke teilen. Das gilt jetzt für diejenigen die keine Nudelmaschine habe (mich inbegriffen!) alle anderen holen jetzt das Ding aus dem Schrank und arbeiten wie gewohnt den Teig superdünn. Also jetzt wieder zu uns >ohnenudelmaschinelebenmüssenden< rollt nicht gleich den ganzen Teig aus, das ist zu mühsam (außer Superman wohnt bei euch in der Nachbarschaft und hat nix dagegen beim Ausrollen zu helfen 😉 ) Mich hat das Glück in dem Fall nicht getroffen und ich muss weiterhin selber rollen. Nehmt immer nur das Stück Teig aus der Folie das ihr verarbeiten wollt, den Rest packt wieder rein, sonst wird er trocken und erschwert die Arbeit. Gleichmäßig ausrollen und zwar 1mm dünn. Mit einem TL Häufchen von der Füllung auf den Teig geben und zuklappen. Ravioli ausschneiden (ich benutze dafür ein Teigrad) und die Ränder gut andrücken, damit diese beim Kochen nicht aufplatzen.

Foto1

Den Spinat und den Knoblauch in einer Pfanne mit hohem Rand (ich nehme am Liebsten einen Wok) mit etwas Öl scharf anbraten. Aus der Pfanne nehmen und zur Seite geben. Die Hühnerbrühe mit der Sahne in der Pfanne aufkochen, Curry und Paprikapulver einrühren und leicht köcheln lassen.

Die Ravioli in reichlich kochendem Salzwasser gar kochen. Je nach Größe dauert dies ca. 5-12 Minuten.

Die Shrimps in die Currysauce geben und kurz mitköcheln bis sie nicht mehr roh sind. Zum Schluss den Spinat einrühren und mit Salz abschmecken.

Die fertigen Ravioli in der Sauce wenden und Mahlzeit!

Foto4

Fazit #1: Mal was ausprobieren obwohl´s komisch klingt, man wird ziemlich sicher positiv überrascht (ich konnte mir die Kombi Curry mit Shrimps echt nicht vorstellen)

Fazit #2: Ich brauch ne Nudelmaschine!!!

xoxo eure Kathi

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5 Gedanken zu “Was der Bauer nicht kennt…

  1. Huhu,

    das kann ich mir grad total gut vorstellen, dass es köstlich schmeckt. Jetzt muss ich es nur noch schaffen, meinen Freund von den Schrimps zu überzeugen 😉 Wie gut, dass er Curry liebt…

    LG, Stephi

  2. Pingback: {im Kürbisfieber} … Ravioli und Muffins |

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