Die Kühe sind los…

Geständnis des Tages: Je älter ich werde, umso mehr finde ich Gefallen an Dingen die ich früher verabscheute!

Zucchini, Champignons, Wild oder gar Rindfleisch sind nur wenige Beispiele aus der Kategorie >früherer Brechreizauslöser< zugegeben mit Feta kann ich mich bis heute noch nicht anfreunden, aber man muss ja nicht alles mögen. 🙂

Zum Thema Rindfleisch: Ich mochte es einfach nicht. Alleine schon der Geruch *graus* Vielleicht lag es auch ein wenig daran das es Rind in meinem Elternhaus nie gab (da meine Mutter noch heute der kalte Schauder dabei erwischt) und ich einfach nie wirklich damit in Kontakt kam. Naja, man soll ja die Vergangenheit hinter sich lassen und da mein Mann schon immer gerne Rind auf dem Teller hatte, fing ich an es auch zu mögen. Und ja ich mag es wirklich gern! Für Schwiegervater´s Zwiebelrostbraten fahre ich sogar auf Abruf im Bademantel und Hauspantoffeln, mitten in der Nacht, durch die Stadt wenn es sein muss – und ja in so nem Fall muss es wirklich sein 🙂

Leider beansprucht ein ordentliches Rindfleischgericht einige Zeit, damit das Fleisch richtig weich wird und schon auf der Zunge zergeht, ist es nicht mit 15min abgetan, aber es zahlt sich aus. Tja, ne Kuh kann eben ganz schön hartnäckig sein 😉

Rindfleischschnitzel mit Champignonsauce und Kräuter-Rahmspätzle

  • 4 saubere Minutensteaks vom Rind
  • 250g Champignons, geputzt und in Scheiben geschnitten
  • 1/2 Zwiebel, in kleine Würfel geschnitten
  • 150ml Weißwein
  • 400ml Bratensaft (400ml Wasser+3 Instantbratenwürfel) od. kräftige Rindssuppe
  • 150ml Sahne
  • Salz, Pfeffer

Kräuter- Rahmspätzle

  • 260g glattes Mehl
  • 2 Dotter
  • 1 großes, ganzes Ei
  • 150g Sauerrahm
  • 3 EL flüssige Butter
  • etwas Milch
  • Kräutersalz, gehackte Kräuter nach belieben
  • etwas Butter zum Schwenken

Die Schnitzel leicht und vorsichtig klopfen, dabei die Ränder leicht einschneiden. Beide Seiten mit Salz und Pfeffer würzen, in etwas heißem Öl scharf anbraten, aus der Pfanne nehmen und zur Seite geben.

Im Bratensatz die Zwiebelwürfel glasig braten, die Champignons dazugeben und solange bei mittlerer Hitze weiterbraten bis der Eigensaft der Champignons vollkommen reduziert ist. Mit dem Weißwein aufgießen und kurz köcheln lassen. Falls die Pfanne keinen sehr hohen Rand inkl. Deckel hat, sollte man das Ganze jetzt in einen mittelgroßen Topf geben. Den Bratensaft/Suppe und die Sahne dazugeben und umrühren. Sobald alles zu köcheln anfängt, die Rindschnitzel einlegen und vollständig mit der Sauce bedecken. Langsam vor sich hin köcheln lassen bis das Fleisch weich und zart ist (min. 1 1/2 bis 2 Stunden) Ab und Zu umrühren damit nichts anklebt!

Jetzt könnt ihr euch mal ne Tasse Kaffee holen und ein wenig in eurer Lieblingszeitschrift schmökern, denn es heißt warten! Auch wenn es noch so lecker duftet und man verführt ist die Schnitzel schon früher anzurichten, lasst es sein! Ihr ärgert euch nur wenn ihr dann anstatt einem Butterweichen Schnitzelchen ein wie man bei uns so schön sagt „zähes Luder“ auf dem Teller habt!

Um euch zu beschäftigen könnt ihr ja nach der spontanen Leseeinlage schon mal mit den Spätzle anfangen 🙂

Für den Teig einfach alle Zutaten, bis auf die Milch, miteinander vermischen. Mit einem Koch/Teiglöffel aufschlagen. Kräuter könnt ihr so viele ihr wollt und auch welche ihr wollt dazugeben. Sollte der Teig zu dick sein, mit der Milch nachhelfen.

Kleiner Tipp: Ich gebe immer mehr Dotter als ganze Eier dazu, so werden die Spätzle schön gelb!

Mit Hilfe einer Spätzlereibe, den Teig in siedendes Salzwasser reiben und rausnehmen sobald sie an der Oberfläche schwimmen. Kurz vor dem Anrichten in etwas Butter schwenken.

Mal sehen wie es bei den Schnitzel aussieht! Die Sauce müsste bereits etwas reduziert sein und das Fleisch allmählich weich werden. Falls die Sauce zu salzig ist, einfach mit etwas Wasser/Sahne strecken. Immer wieder mal vorsichtig durchrühren um ein ankleben oder anbrennen zu verhindern.

Sobald die Schnitzel weich und die Sauce fertig abgeschmeckt ist (immer erst am Schluss, da das Fleisch auch an Geschmack abgibt und sonst alles schnell mal ordentlich versalzen ist), kann endlich angerichtet werden 🙂

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Lasst es euch schmecken, denn nach der langen Wartezeit habt ihr es euch richtig verdient! 🙂

xoxo eure Kathi

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