Pappardelle mit Pilzrahmsauce

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Offensichtlich ist ein neuer Trend, Pasta selber zu machen. Zumindest sieht man im TV jedes Kochsternchen selbstgemachte Pasta anpreisen, weil sie so einfach zu machen ist. Wenn man ihnen zusieht hat man auch das Bedürfnis sofort in die Küche zu stürmen und den Teig zu kneten.

Doch ganz so stimmt das nicht! Ich liebe selbstgemachte Nudeln, aber wenn man nicht schon etwas Übung darin hat sie zu machen, kann es ganz schön tricky sein. Ich bin kein Anhänger von Verschwörungstheorien, aber ich bin überzeugt davon, dass die im TV Knetmasse statt Teig verwenden. Ich habe noch nie (!) einen Teig derart geschmeidig, nicht klebrig und leicht zu verarbeiten hinbekommen. Ihr könnt mir glauben, ich hab die Herausforderung angenommen und jede Menge Teig gemacht.

Außerdem komme ich ohne Pastamaschine nicht weit! Ich kann diesen Gummiartigen Teig nämlich nur schwer hauchdünn ausrollen, bzw. braucht man dazu so viel Kraft, dass es nur der unglaubliche Hulk schaffen kann ;-).

Das nächste Thema ist das Trocknen bzw. Aufbewahren vor dem Kochen. Eine der Damen im TV hat die geschnittene Paste auf einen Kleiderbügel gehängt, eine andere hat sie einfach in eine Schale mit Polenta gegeben. Ich kann euch sagen, beides funktioniert nicht! Ich hab‘s versucht! Die Geschichte mit dem Kleiderbügel hat mich noch am ehesten überzeugt, doch am Ende klebte erst recht wieder alles zusammen und ich habe in meiner Wut den ganzen Mist runter gerissen und in den Topf geworfen. Dabei wollte ich doch extra, extra lange Nudeln haben :-(.

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Ich versuche euch einen Weg zu zeigen, der nicht dazu führt, dass der Teig aus dem Fenster fliegt!

Sollte es trotzdem nicht klappen, seid bitte nachsichtig mit mir.

 

Zutaten Pappardelle:

400 g Mehl

4 Eier

 

Grundregel beim Pasta machen: 1 Ei auf 100 g Mehl.

Das Mehl auf die Arbeitsfläche geben und in der Mitte eine Mulde machen. Die Eier aufschlagen und in die Mulde geben. Die Zutaten zu einem gummiartigen Teig kneten. Er sollte auf keinen Fall klebrig sein!

Den Teig zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank geben.

Sollte eine Pastamaschine vorhanden sein, diese raus kramen und den Teig damit hauchdünn rollen. Ganz wichtig: immer wieder mit Mehl bestäuben! Ich nehme dazu am liebsten griffiges.

Mit der Maschine kann man den ausgerollten Teig in Form schneiden. Ich habe mich allerdings für Pappardelle (sehr breite italienische Bandnudeln) entschieden und sie mit einem Messer geschnitten.

Den Teig habe ich wieder und wieder mit Mehl bestäubt damit er nicht zusammenklebt und in ca. 2 cm breite Streifen geschnitten.

Die Nudeln für 3 Minuten in kochendes Salzwasser geben und fertig sind sie.

 

Zutaten Pilzrahmsauce:

200 g Champignons

1 kleine Zwiebel

1 Knoblauchzehe

500 g Sauerrahm

200 g Sahne

1 Bund Petersilie

100 g Parmesan

Salz, Pfeffer

 

Parmesan reiben, Petersilie hacken und beiseite stellen.

Pilze, Zwiebel und Knoblauch klein hacken und anbraten. Sauerrahm, Sahne und Petersilie dazugeben und kurz aufkochen lassen. Dann den Parmesan unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Vom Nudelwasser eine Tasse aufheben und etwas davon zur Sauce geben. Die Stärke darin bindet sie nämlich.

Die Pappardelle unter die Sauce rühren und genießen!

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Möglicherweise werdet ihr beim ersten Versuch Pasta zu machen fluchen, aber es ist die Mühe wert :-).

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